Wiesenschaumkrautöl

  • Basisöl
  • INCI: Limnanthes alba (Meadowfoam) Seed Oil
  • Komedogenitätsgrad: 1
  • Zusammensetzung: Eicosensäure (bis ca. 65 %), Docosadiensäure (bis ca. 17 %), Erucasäure (bis ca. 16 %), Ölsäure (bis ca. 2 %).
  • Kosmetische Verwendung: Trockene, normale Haut; Haarpflege.

Eric in SF [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Stammpflanze

Limnanthes Alba ist eine Pflanzenart aus der Familie der Wiesenschaumpflanzen. Korrekterweise müssten wir sie Weiße Sumpfblume nennen, da die europäische Wiesenschaumkrautpflanze nicht identisch ist mit dem amerikanischen Wiesenschaumkraut (Meadowfoam). Unter diesem Namen ist es jedoch vor allem in der Kosmetik weit verbreitet. Das Kraut stammt aus Kalifornien und Oregon, wo es in feuchten Graslandschaften wie Frühlingsbecken und feuchten Stellen in Wäldern wächst. Es wächst in der Regel auf schlecht entwässerten Böden. Es ist ein einjähriges Kraut, das einen aufrechten oder liegenden Stamm von bis zu etwa 30 cm hat. Die Blätter teilen sich in mehrere gelappte oder ungelappte Blättchen. Die Blume ist becherförmig mit weißen Blütenblättern von 1 bis 1,5 cm Länge.


Gewinnung von Wiesenschaumkrautöl

Wiesenschaumkrautöl wird durch Kaltpressung aus den kleinen Samen der Pflanze gewonnen. Somit entsteht ein geruchsintensives, grünliches Öl. Das Öl wird aufgrund seines ausgeprägten Geruches in unraffiniertem Zustand meist raffiniert. In raffinierter Form ist das Öl dann hellgelb und nahezu geruchlos.


Kosmetische Verwendung von Wiesenschaumkrautöl

Das Wiesenschaumkrautöl zählt durch den sehr hohen Anteil an langkettigen ungesättigten Fettsäuren zu den stabilsten antioxidativen Pflanzenölen. Die langkettigen Fettsäuren des Öls haben eine hohe feuchtigkeitsspendende und -erhaltende Wirkung. Das Öl zieht daher nicht tief in die Haut, die langekettigen Fettsäuren bilden jedoch einen schützenden Film ohne abdichtend (okklusiv) zu wirken. Die Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren verleihen dem Öl, analog zum Jojobaöl, eine flüssige Konsistenz. Wiesenschaumkrautöl ähnelt somit im Hautgefühl und in seinem Einziehverhalten dem Jojobaöl. Es bewirkt ein sehr seidiges, glattes, nicht fettendes Hautgefühl, und eignet sich sehr gut zur Pflege von normaler bis trockener Haut. Da das Öl nur wenig spreitet, eignet es sich sehr gut für die den Einsatz in der Augenpflege. Doch auch in der Haarpflege kann das Öl zum Einsatz kommen. 

Tipp: Aufgrund seiner hohen oxidativen Stabilität dient es hervorragend als Basisöl in Mischungen mit oxidationsempfindlichen linolensäurereichen Wirkstoffölen wie Nachtkerzen- Borretschsamen- oder Wildrosenöl.