Pflanzenöle und -fette 2 alt

Macadamianussöl

    Macadamianussöl – Macadamia Ternifolia Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 68  %), Palmitoleinsäure (bis ca. 27 %), Palmitinsäure (bis ca. 12 %), Stearinsäure (bis ca. 5 %), Linolsäure (bis ca. 2 %), Arachinsäure (bis ca. 2 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, schuppige, reife Haut; Haarpflege.

    Dass hellgelbe Macadamianussöl wird aus den Samen der Macadamianuss gewonnen. Der hohe Anteil an Palmitoleinsäure zeichnet das Macadamianussöl aus. Diese Fettsäure ist nur noch in tierischem Fett, Avocadoöl, Avellanaöl und Sanddornöl mit einem ähnlichen hohen Anteil enthalten.

    Der Palmitoleinsäureanteil macht Macadamianussöl besonders hautfreundlich, da es dem menschlichen Hautfett sehr ähnlich ist. Es ist daher hervorragend geeignet zur Pflege von trockener, schuppiger und sensibler Haut. Das Öl dringt leicht in die oberen Hautschichten ein, strafft die Haut und wirkt regenerierend und zellerneuernd. 

    Auch in der Pflege von trockenem und sprödem Haar hat sich Macadamianussöl bewährt. Das Haar erhält seinen natürlich Glanz und die Sprungkraft wieder zurück. Somit wird auch Spliss vorgebeugt. Macadamianussöl kann pur auf die Haare aufgetragen werden, da es schnell einzieht und die Haare nicht beschwert.

    Mandelöl – Prunus Amygdalus Dulcis (Sweet Almond) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2-3
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 75  %), Linolsäure (bis ca. 20 %), Palmitinsäure (bis ca. 5 %), Palmitoleinsäure (bis ca. 1 %), Tocopherole (vorwiegend α-Tocopherol).
    • Kosmetische Verwendung: Jeder Hauttyp; trockene, sensible Haut.

    Das klare Mandelöl wird aus Mandeln mittels Kaltpressung gewonnen und hat eine blassgelbe Farbe, ist dünnflüssig und geruchlos. Die Zusammensetzung von Mandelöl macht es zu einem vielseitig einsetzbaren Basisöl für alle Hauttypen. Das äußerst milde Öl weist eine sehr gute Verträglichkeit auf und dringt gut in die Haut ein, auch in tiefere Hautschichten. Dies macht Mandelöl zu einem beliebten Pflegeprodukt für Babyhaut. Bei rauer, trockener und schuppiger Haut und auch bei Mischhaut und fettiger Haut mindert Mandelöl den Feuchtigkeitsmangel und Hautrauigkeit und macht die Haut angenehm weich und elastisch. Der Gehalt an Tocopherolen im Öl wirkt antioxidativ und hautschützend.

    Mangobutter – Mangifera Indica (Mango) Seed Butter

    • Pflanzenfett
    • Schmelzbereich: 35-40 °C
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 46 %), Stearinsäure (bis ca. 45 %), Palmitinsäure (bis ca. 10 %), Linolsäure (bis ca. 7 %) und Arachinsäure (bis ca. 4  %).
    • Kosmetische Verwendung: Alle Hauttypen; Haarpflege.

    Mangobutter ist ein hellgelb bis weißes Pflanzenfett, das aus dem Kern der Mangofrucht gewonnen wird und bei Zimmertemperatur eine feste Konsistenz aufweist. Mangobutter wird gerne in Cremes und Lotionen eingesetzt. Sie bindet wie Cocos-, Shea- und Kakaobutter gut den wässrigen Anteil. Außerdem hat Mangobutter einen rückfettenden und regenerierenden Charakter, sodass sie bei trockener und spröder Haut feuchtigkeitsspendende und regenerierende Wirkungen zeigt. Auch in in der Haarpflege wird Mangobutter zur Behandlung von sehr trockenem Haar eingesetzt.

    Marulaöl – Sclerocarya Birrea (Marula) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 3-4
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 76  %), Palmitinsäure (bis ca. 11 %), Stearinsäure (bis ca. 6 %), Linolsäure (ca. 4 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, sensible Haut.

    Marula
    Ton Rulkens from Mozambique [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

    Marulaöl wird aus den Samen des Marula-Baumes gewonnen und hat einen neutralen Duft und Aroma. Das Öl ist vor allem für trockene, strapazierte und empfindliche Haut geeignet. Es wirkt rückfettend und schützt die Lipidschicht, sodass Flüssigkeit in der Haut erhalten bleibt und diese nicht austrocknet. Marula zieht gut in die Haut ein und hinterlässt ein weiches, angenehmes Hautgefühl. Durch seine schützenden und pflegenden Eigenschaften beruhigt und glättet es die Haut. Der neutrale Geruch des Marulaöls macht es auch zu einem geeigneten Basisöl für ätherische Ölmischungen.

    Mohnöl – Papaver Somniferum (Seed) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 0-1
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 75  %), Ölsäure (bis ca. 35 %), Palmitinsäure (bis ca. 20 %), Linolensäure (bis ca. 5 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, normale, fettende Haut.

    Monhöl wird aus den Samen der Mohnpflanze gewonnen und weist eine hellgelbe Farbe auf. Geeignet ist das Öl zur Pflege aller Hauttypen. Das Öl unterstützt die Hautschichten dabei, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren und reichert sie mit gesunden Fetten an. Diese Fette werden von der Haut benötigt, um sich zu regenerieren, zu heilen und widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse zu sein. Monhöl beruhigt irritierte und zu Rötungen neigende Haut. Die im Mohnöl enthaltene Linolsäure wird von der Haut besonders schnell und vollkommen aufgenommen, sodass kein Fettfilm zurückbleibt.

    Insgesamt hat Mohnöl eine intensive und gute Wirkung auf die Regenerationsfähigkeit der Haut und dient der Versorgung mit wichtigen Fettsäuren und Mineralstoffen.

    Nachtkerzenöl – Oenothera Biennis (EVENING Primrose) Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 2-3
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 75 %), γ-Linolensäure (bis ca. 13 %), Ölsäure (bis ca. 10 %), Palmitinsäure (bis ca. 10 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, schuppige, entzündliche, unreine, neurodermitische Haut.

    Nachtkerzenöl wird aus den Samen der Gemeinen Nachtkerze gewonnen. Aufgrund der einzigartigen Zusammensetzung des Öls wird Nachtkerzenöl sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet. Vor allem trockene, juckende Haut profitiert von Nachtkerzenöl und dessen Fettsäuren. Die Wirkstoffe der Fette ähneln den natürlichen Fetten der Haut und sind daher besonders gut verträglich und werden schnell aufgenommen.

    Entzündliche, unreine und dermatitische Haut lässt sich mit Nachtkerzenöl gut pflegen, da das Öl die betroffenen Stellen desinfiziert und die Entzündungen in der Haut bekämpft. Die rückfettende Komponente des Öls beschleunigt außerdem die Heilung. Dank des hohen Anteils an Gamma-Linolensäure hat sich Nachtkerzenöl auch bei Neurodermitis bewährt. Der Wasserverlust der Haut wird gemindert und kleine, offene Wunden werden desinfiziert.

    Neutralöl – Caprylic/Capric Triglyceride

    • Basisöl
    • Nicht komedogen
    • Zusammensetzung: Caprylsäure (bis ca. 50–80 %), Caprinsäure (bis ca. 25–45 %), Laurinsäure (bis ca. 3 %), Capronsäure (bis ca. 1 %).
    • Kosmetische Verwendung: Alle Hauttypen; Fettanteil in Cremebasis.

    Neutralöl, auch MCT-Öl („Medium Chain Triglycerides“) genannt, besteht aus einer Mischung aus mittelkettigen Fettsäuren (Triglyceriden) natürlichen Ursprungs. Ausgangsbasis bilden in der Regel Palmkern- oder Kokosöl. Es ist kein Pflanzenöl im engeren Sinn, da sonst keine weiteren Fettsäuren und keine Fettbegleitstoffe enthalten sind. Neutralöl ist klar und farb- und geruchlos. Das Öl ist reizfrei, leicht aufzutragen und zieht schnell in die Haut ein. Es verbessert als Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten deren Spreitverhalten (Einzieh- und Auftragsverhalten) und verhindert ein zu starkes Rückfetten. Caprylic/Capric Triglyceride gelten als nicht komedogen. Das bedeutet, dass dieses Lipid die Poren nicht verstopft und keine Hautunreinheiten auslöst.

    Olivenöl – Olea Europaea (Olive) Fruit Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2-3
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 83  %), Palmitinsäure (bis ca. 20 %), Linolsäure (bis ca. 5 %), Stearinsäure (bis ca. 5  %), Palmitoleinsäure (bis ca. 4 %), Phytosterole, α-Tocopherol.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, spröde Haut; Haarpflege.

    Das grünlich gefärbte Olivenöl wird aus den Früchten des Olivenbaumes gewonnen. Ölivenöl zieht langsam in die Haut ein, versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und macht sie weich und geschmeidig. Das Öl ist besonders gut zur Pflege trockener, spröder Haut geeignet. Seine Inhaltsstoffe, vor allem die enthaltenen Fette, helfen der Haut bei der Regeneration. Somit spendet Olivenöl Feuchtigkeit und sorgt für ein weiches Hautgefühl. Außerdem kann Olivenöl Faltenbildung verhindern und kleinere Fältchen glätten. 

    Auch in der Haarpflege wird Olivenöl gerne eingesetzt. Die Nährstoffe des Öls helfen dabei, Mikroschäden der Haare zu reparieren. Langfristig verleiht Olivenöl dem Haar einen seidigen Glanz und bessere Sprungkraft.

    Pfirsichkernöl – Prunus Persica Kernel Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2-3
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 70 %), Linolsäure (bis ca. 20 %), Palmitinsäure (bis ca. 10 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, schuppige, reife Haut.

    Das hellgelb bis goldgelb gefärbte Pfirsichöl wird aus den Mandeln der Pfirsichkerne gewonnen. Das Öl zieht schnell in die Haut ein und hinterlässt ein weiches, angenehmes Hautgefühl. Durch seine Fähigkeit, die Feuchtigkeit zu binden, kann Pfirsichöl die Haut vor Austrocknung schützen, weshalb es sich vor allem zur Pflege von trockener, schuppiger Haut eignet. Außerdem verbessert Pfirsichöl die Barrierefunktion der Haut und macht die Haut elastisch. Somit kann der Entstehung von Linien und Fältchen entgegengewirkt werden.

    Reiskeimöl – Oryza sativa (Rice Germ) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 48 %), Linolsäure (bis ca. 42 %), Palmitinsäure (bis ca. 23 %), Stearinsäure (bis ca. 3 %), Linolensäure (bis ca. 2 %), Beheninsäure (bis ca. 2 %), γ-Oryzanol (bis ca. 2 %), Phytosterole, Tocopherole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, sensible Haut.

    IRRI Images [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

    Das Reiskeimöl wird aus den Keimen der Reispflanze (Oryza Sativa) gewonnen und weist eine gelbe bis bräunliche Farbe auf. Reiskeimöl, welches für Kosmetik verarbeitet wird, ist klar und geruchlos. In Japan gilt Reiskeimöl als traditionelles Schönheitsmittel. Es ist ein eher leichtes, gering fettendes Öl, das gereitzte und trockene Haut beruhigt. Die Zusammensetzung aus Linol- und Palmitinsäure, Vitamin E sowie Oryzanol wirkt höchst antioxidativ und ist zudem als natürlicher Schutz geeignet. Daher wird Reiskeimöl gerne in Sonnenschutzpräparaten und in der Tagespflege eingesetzt.

    Rizinusöl – Ricinus Communis Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Rizinolsäure (bis ca. 80  %), Ölsäure (bis ca. 8 %), Linolsäure (bis ca. 5 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %) und Palmitinsäure (bis ca. 1 %).
    • Kosmetische Verwendung: Alle Hauttypen; Haarpflege; Pflege von Wimpern und Augenbrauen.

    Das dickflüssige, sirupartige, fast transparente Öl wird aus den Samen des zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehörenden Wunderbaums gewonnen. Rizinusöl ist sehr hautfreundlich, besitzt ein sehr gutes Eindringungsvermögen und hat aufweichende Fähigkeiten. Als Begleitöl in Körperölen pflegt es trockene, rissiger und spröde Haut. Pur angewandt, legt Rizinusöl einen Schutzfilm gegen Wasser und Schadstoffe auf die Haut. 

    Auch für schöne lange dichte Wimpern und Augenbrauen kann Rizinusöl eine Hilfe sein. Das hautfreundliche Öl schadet gerade der empfindlichen Augenpartie nicht (dennoch ist es ratsam das Öl an einer anderen Hautstelle vorher zu testen) und hat sehr gute Pflegeeigenschaften. Wimpern und Augenbrauen werden mit Feuchtigkeit versorgt, was sie geschmeidig macht und weniger brechen lässt.

    Sacha Inchi Öl – Plukenetia Volubilis (Inca Peanut) Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 0-1
    • Zusammensetzung: α-Linolensäure (bis ca. 45 %), Linolsäure (bis ca. 38 %), Ölsäure ( bis ca. 10 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Palmitinsäure (bis ca. 1 %), Tocopherole und Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife, fettende, unreine Haut.

    NusHub [CC BY-SA 3.0], cut-out, via Wikimedia Commons

    Das gelbe Sacha-Inchi-Öl wird aus der Inka-Erdnuss gewonnen. Das Öl hat einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie auch einen hohen Vitamin E Gehalt, welcher für ein gesundes Hautbild sorgt. Trockene, reife und entzündliche Haut werden optimal gepflegt und Risse in der obersten Hautschicht werden aufgefüllt. Auch bei Hautkrankheiten wie Psoriasis und Neurodermitis kommt Sacha-Inchi-Öl zum Einsatz. Das Öl der Sacha Inchi Frucht hilft bei Hautreizungen, -entzündungen, erhöht die Hautelastizität und wirkt zellaktivierend und regenerierend. Der geringe Anteil gesättigter Fettsäuren und die enthaltene Linolsäure machen Sacha-Inchi-Öl zu einem sehr leichten, nicht filmbildenden Öl, das sehr schnell einzieht. Somit profitiert auch fettende Haut von einer Pflege mit Sacha-Inchi-Öl.

    Sanddornfruchtfleischöl – Hippophae Rhamnoides (Seabuckthorn Fruit) Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Palmitinsäure (bis ca. 34 %), Palmitoleinsäure (bis ca. 33 %), Ölsäure (bis ca. 24 %), Linolsäure (bis ca. 7 %), α-Linolensäure (bis ca. 1 %), Stearinsäure (bis ca. 1 %), Carotinoide, Tocopherole.
    • Kosmetische Verwendung: Reife, sonnenverbrannte Haut; Akne.

    Das dünnflüssige Sanddornfruchtfleischöl wird, wie der Name schon sagt, aus dem Fruchtfleisch der Sanddornfrucht gewonnen. Durch den Gehalt an dem Farbstoff Carotinoid ist Sanddornfruchtfleischöl orange- bis dunkelrot gefärbt und hat eine fruchtig süße Duftnote. 

    Alle Sanddornöle besitzen eine antibakterielle Eigenschaft, die die Haut durch die Antioxidantien Tocopherol und B-Carotin vor schädlichen Umwelteinflüssen wie freien Radikalen, UV-Strahlen und Schadstoffen schützten. Insbesondere die Fettsäure Linol fördert die natürliche Abwehr- und Schutzfunktion der Haut und unterstützt die Ablösung der abgestorbenen Hautzellen. Gleichzeitig wird eine Straffung des Hautgewebes und eine Vorbeugung von Faltenbildung erreicht. Durch den hohen Palmitolein-Säuregehalt ist Sanddornfruchtfleischöl auch bei empfindlicher Haut einsetzbar und kann bei reifer, trockener, rissiger Haut diese wieder sanft und geschmeidig machen.

    Die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung von Sanddornöl ist gut für kleinere Hautwunden geeignet. Verbrennungen, Sonnenbrand oder Akne heilen schneller ab. Das Öl wirkt vor allem gut bei fettiger und unreiner Mischhaut. 

    Tipp: Schon ein paar Tropfen (sollte nicht zu hoch dosiert werden) des reinen Sanddornfruchtfleischöls, der normalen Tages-, Nacht- oder Pflegecreme zugefügt, können der Haut helfen.

    Sanddornkernöl – Hippophae Rhamnoides (Seabuckthorn) Seed Oi

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 35 %), α-Linolensäure (bis ca. 35 %), Ölsäure (bis ca. 20 %), Palmitinsäure (bis ca. 7 %), Phytosterole, Carotinoide, Tocopherole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, schuppige, unreine Haut.

    Im Gegensatz zu Sanddornfruchtfleischöl wird Sanddornkernöl aus den Kernen und nicht aus dem Fruchtfleisch der Sanddorn-Früchte gewonnen. Das Sanddornkernöl enthält weniger Farbstoffe und ist daher fast farblos. Im Gegensatz zu Öl aus Fruchtfleisch enthält es jedoch mehr ungesättigte Fettsäuren und hat somit eine heilende Wirkung auf die Haut, reguliert die Zellatmung und fördert die Zellerneuerung. Daher eignet sich Sanddornkernöl gut zur Pflege von trockener, schuppiger und unreiner Haut.

    Schwarzkümmelöl – Nigella Sativa (Black Cumin) Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 55 %), Ölsäure (bis ca. 24 %), Palmitinsäure (bis ca. 15 %), Stearinsäure (bis ca. 3 %), Eicosadiensäure (bis ca. 3 %), ätherisches Öl (bis ca. 1 %), Phytosterole, Tocopherole, Flavonoide, Saponine, Alkaloide.
    • Kosmetische Verwendung: Unreine, fettende, trockene Haut; Haarpflege.

    Das braun-gelbe Schwarzkümmelöl wird aus den Samen des echten Schwarzkümmels gewonnen. Das Öl eignet sich zur innerlichen sowie äußerlichen Anwendung. Über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen, werden allergische Reaktionen reduziert. Dies liegt daran, dass die Inhaltsstoffe des die Synthese des körpereigenen Prostaglandins fördern. Dieser Stoff wirkt regulierend auf das Immunsystem. Als Folge können sich Ausprägungen von Schuppenflechten oder Neurodermitis mindern.

    Für die Verwendung in der Kosmetik machen essentielle ungesättigte Fettsäuren und pflegende und der Haut wohltuende Eigenschaften das Schwarzkümmelöl zu einem beliebten Pflegeprodukt. Das Öl spendet der Haut Feuchtigkeit und versorgt sie mit wichtigen Vitalstoffen. Dem im fetten Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öl wird eine antioxidative und antimikrobielle Wirkung zugeschrieben. Somit eignet sich Schwarzkümmelöl auch zur Pflege von gereizter und unreiner Haut sowie bei Ekzemen.

    Schwarzkümmelöl hat sich ebenfalls als einfaches und effektives Mittel gegen brüchiges Haar bewährt. Hierzu wird es nach dem Haare-Waschen in die Spitzen eingearbeitet.

    Sesamöl – Sesamum Indicum (Sesame) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2-3
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 45 %), Ölsäure (bis ca. 40 %), Palmitinsäure (bis ca. 8 %), Stearinsäure (bis ca. 7 %), Tocopherole, Phenole, Lignane.
    • Kosmetische Verwendung: Jeder Hauttyp; trockene, fahle, schlecht durchblutete Haut.

    Natives Sesamöl wird durch Kaltpressung gewonnen und hat eine hellgelbe Färbung und einen dezenten Duft. Sesamöl zieht schnell ein, verbleibt jedoch noch so lange auf der Haut, dass Massagen gut durchgeführt werden können. Vor allem bei zu Trockenheit neigender und schlecht durchbluteter Haut wird Sesamöl als angenehm und intensiv pflegend empfunden. Bei regelmäßiger Anwendung erhält die Haut Geschmeidigkeit und einen frischen Teint. 

    Dem Öl wird außerdem ein leichter natürlichen Lichtschutzfaktor zugeschrieben, der allerdings in vielen Quellen mit zwischen 3 und 4 als deutlich zu hoch angegeben wurde. Neueren Untersuchungen zufolge liegt der Lichtschutzfaktor bei etwa 1,2.

    Sheabutter – Butyrospermum Parkii (Shea) Butter

    • Pflanzenfett
    • Schmelzpunkt: 28-38 °C
    • Komedogenitätsgrad: 0
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 55  %), Stearinsäure (bis ca. 50 %), Linolsäure (bis ca. 8 %), Palmitinsäure (bis ca. 7 %), Unverseifbares (bis ca. 6 %), Tocopherole, Vitamin A, Triterpene.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, spröde Haut.

    Amuzujoe [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

    Das gelblich-weiße Fett wird aus den Früchten des Karité-baumes (Vitellaria paradoxa), der Sheanuss, gewonnen. Generell gilt die unraffinierte, native Sheabutter als wirkungsvoller, da sie mehr natürliche Nährstoffe enthält als die raffinierte Variante. Durch den Raffinationsprozess erhält die Sheabutter eine reinweiße Farbe und verliert geruchsintensive Inhaltsstoffe. Jedoch gehen bei dem Verfahren auch andere wichtige Inhaltsstoffe verloren. Unraffinierte Sheabutter hat einen aromatisch-würzigen Geruch, der häufig als unangenehm empfunden wird. Sheabutter ist daher auch in einer unraffinierten, desodorierten (geruchsneutralen) Variante erhältlich.

    Sheabutter ist bei Zimmertemperatur fest und wird bei Erwärmen in der Hand geschmeidig und kann auf der Haut verteilt werden. Die unverseifbaren Inhaltsstoffen der Sheabutter gelten als hautfreundlich und pflegend, mit schützenden Eigenschaften. Die Butter wirkt rückfettend, feuchtigkeitsregulierend und glättend. Dies macht Sheabutter zu einer hervorragenden Pflege von trockener, fett- und wasserarmer, schuppender Haut. Sheabutter kann pur aufgetragen werden oder in Lotionen und Cremes verwendet werden, in denen sie als Konsistenzgeber wirkt und für eine geschmeidige Textur sorgt.

    Sheanussöl –  Butyrospermum Parkii (Shea) Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 0-2
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 60  %), Stearinsäure (bis ca. 30 %), Linolsäure (bis ca. 10 %), Palmitinsäure (bis ca. 7 %), Arachinsäure (bis ca. 3 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, spröde Haut; Haarpflege.

    Marco Schmidt [1] [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

    Das nahezu geruchlose Sheaöl wird, wie Sheabutter, aus den Nüssen des Karitébaumes gewonnen. Es eignet sich gut als Zutat für rückfettende Pflegeprodukte bei trockener, schuppiger Haut und sprödem Haar. Pflegeprodukte mit Sheaöl profitieren von der Filmbildung der Stearinsäure und dem guten Einziehvermögen der Ölsäure. Somit eignet sich Sheaöl auch sehr gut als Massageöl. Der neutrale Geruch des Sheaöls macht es ebenfalls zu einem geeigneten Basisöl für ätherische Ölmischungen.

    Sojaöl – Glycine Soja (Soybean) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 3
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 53  %), Ölsäure (bis ca. 25 %), Palmitinsäure (bis ca. 11 %), α-Linolensäure(bis ca. 6 %), Stearinsäure (bis ca. 5 %), Lecithin (bis ca. 3 %), Tocopherole und Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, fettende Haut, Mischhaut.

    Sojaöl ist ein aus Sojabohnen gewonnenes pflanzliches Öl. Ein klares oder gelbliches Öl zeigt eine Gewinnung durch Kaltpressung an, welche besonders viele Inhaltsstoffe erhält. Extrahierte Öle sind dunkler und tendieren ins Bräunliche.

    Was die Pflegeeigenschaften des Sojaöls angeht, sind diese dem Avocadoöl sehr ähnlich. Jedoch hat es den Vorteil, dass es dezenter riecht und daher für die Anwendung auf der Gesichtshaut möglicherweise besser geeignet ist. Sojaöl zieht einigermaßen gut in die Haut ein, schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und hinterlässt keinen Rückstand auf der Haut. Es eignet sich sowohl für trockene Haut, Mischhaut wie auch für fettende Haut. Ein Zusatz von Sojaöl eignet sich außerdem sehr gut für Fußpflegecremes, da das Öl die Verhornung (Struktur und Glätte der Hornzellen) regulieren kann. 

    Sonnenblumenöl – Helianthus Annuus (Sunflower) Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 0-2
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 62 %), Ölsäure (bis ca. 30 %), Palmitinsäure (bis ca. 6 %), Stearinsäure (bis ca. 4 %), Lecithin (bis ca. 1 %), Tocopherole (uberwiegend α-Tocopherol), Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene Haut, Mischhaut, fettende Haut.

    Sonnenblumenöl wird aus den Samenkernen der Sonnenblume gewonnen und hat eine hellgelbe Farbe. Sonnenblumenöl ist ein leichtes, gut verträgliches Öl, das schnell in die Haut einzieht und keinen störenden Fettfilm hinterlässt. Der hohe Anteil an Omega 6 Fettsäuren, Antioxidantien und Vitamin E machen Sonnenblumenöl (naturbelassen und kalt gepresstes) zu einer sehr nährenden und pflegenden Kosmetik-Zutat. Dem Öl wird eine entzündungshemmende und hautschützende Wirkung nachgesagt, weshalb Sonnenblumenöl auch bei der Behandlung von Ekzemen und Reizungen eingesetzt wird. 

    Des Weiteren findet das Öl, aufgrund der enthaltenen Antioxidantien, auch Einsatz in der Anti-Aging-Kosmetik. Mit der regelmäßigen Anwendung von Sonnenblumenöl kann der Wirkung der freien Radikale auf Zellschäden und vorzeitige Hautalterung entgegengewirkt werden.

    Sonnenblumenöl ist nicht sehr lange haltbar und sollte in Kosmetikprodukten möglichst mit stabileren Ölen gemischt werden, um die Haltbarkeit zu steigern.

    Squalan – Squalane

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Kosmetische Verwendung: Haut weich machende und glättende Lipidkomponente; Haarpflege.

    Squalan, auch Squalanöl genannt, ist ein durchsichtiges, geruchsneutrales Öl. Es zählt mit 5–12 Prozent zu den natürlichen Hauptbestandteilen des Hauttalgs, welcher dafür sorgt, dass die Haut nicht austrocknet. Squalan mindert transepidermalen Wasserverlust und sorgt somit für eine besser befeuchtete Haut, in der sich weniger Falten bilden. Zusätzlich verringert Squalan die Oxidation hauteigener Fette. Als Radikalfänger ist Squalan in der Lage Radikale in molekularen Sauerstoff umwandeln und so die Haut zu schützen. 

    Das Öl weist außerdem eine hervorragende Spreitfähigkeit (Verteilbarkeit) auf, die sich durch ein geschmeidiges Hautgefühl äußert. Squalan verbessert somit Spreiteigenschaften einer Emulsion ohne einen störenden Fettfilm zu bilden und verleiht der Emulsion einen seidigen “Finish”. 

    Da Squalan eher seidig als fettig ist, eignet es sich auch hervorragend für den Einsatz in Shampoos und anderen Haarpflegeprodukten. Spröde Haarspitzen profitieren auch von der Anwendung von purem Squalan.

    Traubenkernöl – Vitis Vinifera (Grape) Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 70 %), Ölsäure (bis ca. 20 %), Palmitinsäure (bis ca. 7 %), Stearinsäure (bis ca. 4 %), Polyphenole, Tocopherole, Vitamin K, Lecithin, Phytosterine, Resveratrol.
    • Kosmetische Verwendung: Fettende, Misch-, unreine, sensible, reife, rissige Haut.

    Traubenkernöl wird aus den Samen der Weintrauben gewonnen und hat eine hellgründe bis dunkelgrüne Farbe. Traubenkernöl zieht sehr schnell und gut in die Haut ein und macht das Bindegewebe straffer und die Haut elastischer. Das Öl sorgt für ein optimales Hautbild, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen. Es wirkt mit seinen regenerativen, zellmembranschützenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften dem Hautalterungsprozess entgegen. Somit ist Traubenkernöl für Misch-, fette und sensible Haut sehr gut geeigent. Aufgrund der rückfettenden und feuchtigkeitsregulierenden Wirkung lässt sich jedoch auch trockene, rissige Haut gut mit Traubenkernöl behandeln.

    Walnussöl – Juglans Regia (Walnut) Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 1-2
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 60 %), Ölsäure (bis ca. 20 %), α-Linolensäure (bis ca. 13 %), Palmitinsäure (bis ca. 7 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Vitamin A und K, Tocopherole, Lecithin, Phosphor.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, spröde, rissige Haut.

    Walnussöl wird aus den zum Teil gerösteten und ungerösteten Nüssen des Walnussbaumes hergestellt und hat eine hellgelbe oder goldgelbe Färbung. Das qualitativ hochwertigste Walnussöl wird durch Kaltpressung gewonnen und bedarf keiner Raffination. 

    Durch seinen hohen Linolsäure- und Lecithinanteil zieht Walnussöl sehr schnell in in die entsprechenden Hautregionen ein und macht diese geschmeidig. Das Öl unterstützt die Regenerationsfähigkeit der Haut und sorgt dafür, dass auch trockene, rissige und irritierte Haut wieder glatt und gesund wird. Da Walnussöl eine hautfettähnliche Zusammensetzung aufweist, ist es auch bei sensibler Haut gut verträglich (falls keine Walnussallergie besteht). Somit kann Walnussöl auch auf empfindlichen Hautbereiche wie den Lippen aufgetragen werden.

    Weizenkeimöl – Triticum Vulgare (Wheat Germ) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 5
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 54  %), Ölsäure (bis ca. 19 %), Palmitinsäure (bis ca. 17 %), α-Linolensäure (bis ca. 9 %), Stearinsäure (bis ca. 1 %), Tocopherole (primär α-Tocopherol)  und Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Reife, trockene, schlecht durchblutete Haut.

    Das dunkelgelbe Weizenkeimöl wird aus den Keimlingen des Weizens gewonnen. Aufgrund der aufwändigen Gewinnung sowie des hohen Gehalts an Tocopherol und Linolsäure zählt Weizenkeimöl zu den wertvollsten Ölen. 

    Das im Weizenkeimöl enthaltene Vitamin E dient als Radikalenfänger und wirkt antioxidativ. Somit eignet sich Weizenkeimöl sehr gut zur Stabilisierung von nicht so oxydationsstabilen Begleitölen. In der Hautpflege versorgt Weizenkeimöl die Haut mit Feuchtigkeit, sorgt für eine straffere und jüngere Haut und fördert die natürliche Elastizität und Durchblutung der Haut. Vor allem bei bei trockner, reifer und fahler Haut unterstützt Weizenkeimöl die Zellerneuerung und zeigt eine gute Schutz- und Pflegewirkung, um Alterserscheinungen der Haut vorzubeugen.

    Weizenkeimöl kann auch dem Dehnungsprozess entgegenwirken, der während einer Schwangerschaft vermehrt die Haut belastet und zu unschönen Dehnungsstreifen führt.

    Wiesenschaumkrautöl – Limnanthes alba (Meadowfoam) Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Eicosensäure (bis ca. 65 %), Docosadiensäure (bis ca. 17 %), Erucasäure (bis ca. 16 %), Ölsäure (bis ca. 2 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, normale Haut; Haarpflege.

    Eric in SF [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

    Korrekterweise müsste das Öl Sumpfblumenöl heißen, da die europäische Wiesenschaumkrautpflanze nicht identisch ist mit dem amerikanischen Wiesenschaumkraut (Meadowfoam). Unter diesem Namen ist es jedoch vor allem in der Kosmetik weit verbreitet ist. Das Öl des weißen Wiesenschaumkrauts wird hauptsächlich in den USA (Oregon, Kalifornien) angebaut und wird aufgrund seines ausgeprägten Geruchs in unraffiniertem Zustand meist raffiniert. In raffinierter Form ist Wiesenschaumkrautöl dann hell gelblich und nahezu geruchlos. Es zählt durch den sehr hohen Anteil an langkettigen ungesättigten Fettsäuren zu den stabilsten antioxidativen Pflanzenölen.

    Die langkettigen Fettsäuren des Öls haben eine hohe feuchtigkeitsspendende und -erhaltende Wirkung. Wiesenschaumkrautöl zieht daher nicht tief in die Haut ein, die langekettigen Fettsäuren bilden jedoch einen schützenden Film ohne abdichtend (okklusiv) zu wirken. Die Doppelbindungen der ungesättigten Fettsäuren verleihen dem Öl, analog zum Jojobaöl, eine flüssige Konsistenz. Wiesenschaumkrautöl ähnelt somit im Hautgefühl und in seinem Einziehverhalten dem Jojobaöl. Es bewirkt ein sehr seidiges, glattes, nicht fettendes Hautgefühl, und eignet sich sehr gut zur Pflege von normaler bis trockener Haut. Da Wiesenschaumkrautöl nur wenig spreitet und eignet es sich daher sehr gut für die den Einsatz in der Augenpflege. Doch auch in der Haarpflege kann Wiesenschaumkrautöl zum Einsatz kommen. 

    Tipp: Aufgrund seiner hohen oxidativen Stabilität eignet sich Wiesenschaumkrautöl hervorragend als Basisöl in Mischungen mit oxidationsempfindlichen linolensäurereichen Wirkstoffölen wie Nachtkerzen- Borretschsamen- oder Wildrosenöl.

    Wildrosenöl (oder Hagebuttenöl) – Rosa canina Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 45 %), α-Linolensäure (bis ca. 35 %), Ölsäure (bis ca. 15 %), Palmitinsäure (bis ca. 4 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Tocopherole, Flavonoide, Carotinoide.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife, entzündliche Haut; Narbenbehandlung.

    Rose (Rosa canina)

    Wildrosenöl wird aus den Kernen der Früchte oder aus den ganzen Früchten verschiedener Wildrosen-Arten, den Hagebutten, gewonnen. Das Öl aus den Samen weist eine gelb-transparente Farbe auf; Öl aus der ganzen Frucht ist rötlich gefärbt.

    Wildrosenöl ist ein dermatologisch sehr wertvolles Öl, das besonders gute regenerierende, zellschützende und pflegende Eigenschaften aufweist. Es wird von der Haut sehr gut aufgenommen und hinterlässt keinen Ölfilm. Das Öl hilft der Haut Feuchtigkeit zu speichern, indem es vor transepidermalen Wasserverlust schützt. Aufgrund des hohen pflanzeneigenen Anteils an Vitamin E wirkt Wildrosenöl als Radikalfänger und somit der Hautalterung sowie einer frühzeitigen Faltenbildung der Haut entgegen. Daher eignet sich Wildrosenöl hervorragend zur Pflege trockener, reifer und auch entzündlicher Haut. In Verbindung mit der Vitamin-A-Säure wirkt es außerdem sehr gut bei Brandwunden, hellt Pigmentflecken auf und beschleunigt die Narbenrückbildung (auch bei älteren Narben).