Erdnussöl

  • Basisöl
  • INCI: Arachis Hypogaea (Peanut) Oil
  • Komedogenitätsgrad: 2
  • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 70 %), Linolsäure (bis ca. 35 %), Palmitinsäure (bis ca. 14 %), Stearinsäure (bis ca. 6 %), Behensäure (bis ca. 5 %), Arachinsäure (bis ca. 3 %), Lignocerinsäure (bis ca. 3 %).
  • Kosmetische Verwendung: Trockene, schuppige Haut.

Stammpflanze

Arachis Hypogaea ist eine einjährige, dicht belaubte Pflanze, die bis zu 60 cm hoch wird. Sie hat goldelbe Blüten, die nach Befruchtung nagelförmige Fruchtträger bilden. Sobald der Fruchtträger eine Tiefe von 5-10 cm erreicht bilden sich die Früchte mit gelber, runzeliger Hülse. In dieser sind meist zwei Samen mit brauner Schale enthalten. 

Gewinnung

Zur Gewinnung des leicht gelblichen Erdnussöl, müssen die Früchte nach der Ernte erst einige Wochen getrocknet werden, bis sie einen Fettgehalt von etwa 45 % aufweisen. Anschließend werden die Samen von ihrer Schale befreit, gereinigt und auf speziellen Walzenstühlen zerkleinert. Daraufhin folgt das Kaltpressen in sogenannten Schneckenpressen. Der Restgehalt an Öl kann mit Hexan aus den Pressrückständen extrahiert werden. Diese Öl weist jedoch eine mindere Qualität auf. Die meisten Erdnussöle im Handel wurden jedoch durch Raffination aufgearbeitet, um einen einheitlichen Standard zu gewährleisten.

Kosmetische Verwendung von Erdnussöl

Erdnussöl findet innerlich wie auch äußerlich Anwendung. In der Kosmetik wird es gerne als Massageöl verwendet, da es nur sehr langsam in die Haut einzieht. Erdnussöl bildet einen dünnen Ölfilm auf der Haut, der als Schutz vor schädlichen Einflüssen wirkt. Hierdurch wird die Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt. Der hohe Fettanteil von Erdnussöl bietet einen ausgezeichneten Schutz für die Haut und das Öl findet daher Anwendung in Haut- und Sonnenölen, sowie Badezusätzen.