Holundersamenöl

  • Wirkstofföl
  • INCI: Sambucus Nigra (Elderberry) Oil
  • Komedogenitätsgrad: 1-2
  • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 42 %), α-Linolensäure (bis ca. 36 %), Ölsäure (bis ca. 13 %), Palmitinsäure (bis ca. 7 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Phytosterole.
  • Kosmetische Verwendung: Fettende, unreine, sensible Haut; Akne.

Stammpflanze

Der schwarze Holunder, aus dem das Holundersamenöl gewonnen wird, ist ein bis zu 11 m hoher Strauch oder Baum mit starker Verzweigung. Seine Laubblätter sind unpaarig gefiedert, in etwa 30 cm lang und besitzen ca. 5 Einzelblättern. Von Mai bis Juli blüht der Strauch mit vielen weißen oder leicht gelblichen, fünfzähligen Blüten mit fruchtigem Duft. Zwischen August und September beginnen die zunächst roten und dann schwarzen “Beeren” (eigentlich Steinfrüchte”) zu reifen. Sie besitzen einen burgunderroten saft und jeweils 3 ölhaltige Samen. 

Gewinnung

Das grünlich-gelbe bis grüne Holunderöl wird meist durch Kaltpressung der Samen des Schwarzen Holunders gewonnen. Das Öl wird aber auch oft als Nebenprodukt der Holundersaftproduktion gewonnen, indem der bei dieser Produktion zurückbleibende Trester (Pressrückstand) mit mehr als 10 % enthaltenem Öl gepresst wird.

Kosmetische Verwendung von Holundersamenöl

Aufgrund des Hohen Anteils an α-Linolensäure und Phytosterolen weist holundersamenöl eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung auf und ist somit vor allem für sensibler, neurodermitischer und unreiner Haut geeignet. Dank des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuten ist es ein leichtes Öl mit niedrigem Schmelzpunkt, das nicht aufliegt. Das Öl hinterlässt keinen Fettfilm und sorgt somit für nicht filmbildende Emulsionen, die gut für die Pflege fettender und unreiner Haut geeignet sind. Die Hautoberfläche wird durch das ÖL geschützt und gestärkt und wird weich und elastisch.