Sojaöl

  • Basisöl
  • INCI: Glycine Soja (Soybean) Oil
  • Komedogenitätsgrad: 3
  • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 53  %), Ölsäure (bis ca. 25 %), Palmitinsäure (bis ca. 11 %), α-Linolensäure(bis ca. 6 %), Stearinsäure (bis ca. 5 %), Lecithin (bis ca. 3 %), Tocopherole und Phytosterole.
  • Kosmetische Verwendung: Trockene, fettende Haut, Mischhaut.

Stammpflanze

Sojabohne (Glycine max.), häufig auch einfach als Soja bezeichnet, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler(Leguminosae oder Fabaceae). Glycine Soja wird als Wildform der Glycine max. angesehen. Die Glycine max. ist ein einjähriges Kraut, das eine Wuchshöhe von bis zu 90 cm erreicht. Der Stängel ist aufrecht, dünn, verzweigt und behaart. Die wechselständig angeordneten Blätter sind dreizählig, groß, behaart und etwa 10 cm lang. Die fünfzähligen Blüten sind violett bis weißlich und sehr kurz gestielt. Sie stehen in seiten- oder endständigen traubigen Blütenständen zusammen. Die bis zu 10 cm langen Hülsenfrüchte enthalten 1–4 Samen. Diese sind nierenförmig, 4–10 mm lang, glatt, weißlich bis bräunlich gelb, grünlich, rötlich oder schwärzlich.

Gewinnung von Sojaöl

Sojaöl wird durch Pressen oder Extraktion der Sojabohnen gewonnen. Ein klares oder gelbliches Öl zeigt eine Gewinnung durch Kaltpressung an, welche besonders viele Inhaltsstoffe erhält. Extrahierte Öle sind dunkler und tendieren ins Bräunliche. Beid er Kaltpressung werden die geschälten oder ungeschälten Sojabohnen gepresst, wodurch der Sojakuchen und das erstgewonnene Trüböl entsteht. Das Trüböl wird anschließend in mehreren Raffinationsverfahren weiterverarbeitet.

Bei der Extraktion werden den Sojabohnen mittels Hexan die Fette zu entzogen und somit ein Ölgemisch erzeugt. Durch Abdestillieren wird anschließend das Öl gewonnen, welches anschließend noch einige Filterverfahren durchläuft. Durch diesen Prozess enthält das Öl jedoch deutlich weniger Mineralstoffe.

Kosmetische Verwendung von Sojaöl

Was die Pflegeeigenschaften des Sojaöls angeht, sind diese dem Avocadoöl sehr ähnlich. Jedoch hat es den Vorteil, dass es dezenter riecht. Das Öl zieht einigermaßen gut in die Haut ein, schützt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und hinterlässt keinen Rückstand auf der Haut.  Es eignet sich sowohl für trockene Haut, Mischhaut wie auch für fettende Haut. Ein Zusatz von Sojaöl eignet sich außerdem sehr gut für Fußpflegecremes, da das Öl die Verhornung (Struktur und Glätte der Hornzellen) regulieren kann.