Pflanzenöle und -fette – alt

    Amaranthöl – Amaranthus Caudatus Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 40 %), Ölsäure (bis ca. 25 %), Palmitinsäure (bis ca. 25%), Squalen (bis ca. 10%), Stearinsäure (bis ca. 4%), Tocopherole, Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife, gereizte Haut.

    Amaranth

    Amaranthöl wird aus den Samen der verschiedenen Arten der Gattung Amaranth gewonnen und besitzt eine leicht gelbliche Farbe. Aufgrund des hohen Gehalts an Squalen dient es als gutes Basisöl für trockene und gereizte Haut mit gestörter Barrierefunktion. Seine spezielle Zusammensetzung verbessert die Hautelastizität, wirkt glättend und dient der Erneuerung des Schutzfilms der Haut. Zusätzlich bietet der Squalen-Gehalt die Fähigkeit UV-Strahlen zu absorbieren, weshalb Amaranthöl als Öl für Sonnenpflege-Produkte eingesetzt werden kann. 

    Aprikosenkernöl – Prunus Armeniaca (Apricot) Kernel Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2-3
    • Zusammensetzung: Ölsäre (bis ca. 70%), Linolsäre (bis ca. 25 %), Palmitinsäure (bis ca. 6%), Stearinsäure (bis ca. 2%), Palmitoleinsäure (bis ca. 1%), Tocopherol.
    • Kosmetische Verwendung: Empfindliche, trockene Haut; geeignet für alle Hauttypen.

    Aprikosenkernöl wird, wie der Name schon sagt, nicht aus dem Fruchtfleisch, sondern aus der Mandel des Steins gewonnen. Es ist ein mildes Öl, das von allen Hauttypen gut vertragen wird, auch von empfindlicher irritierter Haut. Das Öl versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und macht diese glatt und geschmeidig. Aprikosenkernöl zieht schnell ein und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl.  

    Durch die im Öl enthaltene Linolsäre soll es in der Lage sein geschädigte Hautzellen zu reparieren. Eine Prävention von Hautschäden bei intakter Haut konnte nicht nachgewiesen werden. Für präventive Maßnahmen kann Aprikosenkernöl jedoch eingenommen werden.  

    Arganöl – Argania Spinosa Kernel Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 0
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 45 %), Linolsäure (bis ca. 35 %), Palmitinsäure (bis ca. 18%), Stearinsäure (bis ca. 7%), Phytosterole, Tocopherole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife, spröde, unreine, fettende Haut; Haarpflege.

    Das aromatische Arganöl wird in Marokko aus dort beheimateten Beerenfrüchten gewonnen. Relevant für die Ölgewinnung sind dabei nur die kleinen Samen in den Mandeln der Früchte, was die Gewinnung von Arganöl sehr arbeits- und zeitintensiv macht. 

    Arganöl spendet der Haut Feuchtigkeit und ist daher sehr gut für trockene und spröde Haut geeignet. Des Weiteren wirkt es entzündungshemmend, heilt und pflegt die strapazierte Haut. Die antibakterielle und desinfizierende Wirkung macht Arganöl auch zu einem geeigneten Öl für unreine und zu Akne neigender Haut. 

    Arganöl ist in zwei verschiedenen Varianten erhältlich. Bei einer Variante wird das Öl aus zuvor gerösteten Samen gepresst, was diesem einen nussigen Geschmack verleiht. Bei der anderen Variante wird das Öl den naturbelassenen Samen entnommen, weshalb es ein dezenteres Aroma hat. In Marokko wird Arganöl in seiner natürlichen Form, aus ungerösteten Samen, für kosmetische Zwecke bevorzugt. 

    Avellanaöl – Gevuina Avellana Molina Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: n.a.
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 40 %), Palmitoleinsäure (bis ca. 22 %), Eicosansäure (bis ca. 9 %), Linolsäure (bis ca. 6 %), Behensäure (bis ca. 2 %), Tocopherole (vor allem α-Tocotrienol).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, sensible, reife Haut.

    Avellana
    Franz Xaver [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

    Das hellgelbe Avellanaöl wird aus der chilenischen Haselnuss gewonnen. Trotz des Namens ist die chilenische Haselnuss nicht mit der europäischen gemeinen Haselnuss verwandt. Auffällig ist der hohe Anteil an Palmitoleinsäure, die als besonders geeignet für empfindliche, gereizte und neurodermitische Haut gilt. Avellanaöl zieht schnell ein und hinterlässt ein angenehmes samtiges Hautgefühl. Außerdem ist Avellanaöl in der Lage ein breites Spektrum an hautschädigender UV- und IR-Strahlung zu absorbieren, wehalb es auch gerne in Sonnenschutzpflegeprodukten verwendet wird.  

    Avocadoöl Persea Gratissima (Avocado) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 3
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 70 %), Palmitinsäure (bis ca. 23%), Linolsäre (bis ca. 15%), Palmitoleinsäure (bis ca. 13 %), Phytosterine, Vitamine A, D und E, α-Tocopherol, Lecithin, Carotinoide, Squalen.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife, sensible Haut; Haarpflege.

    Avocadoöl wir aus den Früchten des Avocadobaums gewonnen. Es besitzt eine gelbsich-grüne bis grüne Farbe, je nach Raffinationsprozess. Avocadoöl wird von der Haut gut aufgenommen und zieht schnell ein. Durch den hohen Gehalt an Palmitoleinsäure besitzt Arganöl regenerative Eigenschaften und weißt eine gute Verträglichkeit auf.  Es findet häufig Einsatz in pflegenden Rezepturen für fett- und feuchtigkeitsarme Hautzustände sowie in der Haarpflege (bei spröden Haaren).

    Babassuöl – Orbignya Oleifera (Babassu) Seed Oil

    • Pflanzenfett
    • Schmelzpunkt: 22-26 °C
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Laurinsäure (ca. 40 %), Ölsäure (ca. 16 %), Myristinsäure (ca. 15%), Linolsäure (ca. 4 %), Caprinsäure (ca. 6 %) und Caprylsäure (ca. 4 %).
    • Kosmetische Verwendung: Alle Hauttypen; trockene, fettende, unreine Haut, Mischhaut.

    Marcelo Cavallari [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

    Babassuöl ist ein gelblich-weißes Pflanzenfett, das aus der brasilianischen Babassupalme gewonnen wird. Durch Abschöpfen, Kochen oder schonende Kaltpressung wird das Öl aus den Früchten gewonnen. Natives Babussuöl weißt eine talgartige Konsistenz auf und riecht nussig, talgig und kokosartig. In diesem Zusand weißt das Öl eine gelblichweiße Farbe auf. Wird das Öl jedoch raffiniert, so ist es geruchlos und weiß.

    Bei Erwärmen auf Körpertemperatur schmilzt Babassuöl und zieht schnell in die Haut ein, wobei ein kühlender Effekt beobachtet wird. Das Öl spendet der Haut Feuchtigkeit ohne einen fettigen Film zu hinterlassen. Vor allem trockene Haut freut sich über die Pflege mit Babassuöl, da ein weitergehender Feuchtigkeitsverlust unterbunden wird. Doch auch bei fettiger Haut oder Mischhaut mit entzündlichen Unreinheiten wird Babassuöl eingesetzt, da es aufgrund des hohen Laurinsäure-Gehalts verschiedene entzündliche Prozesse hemmt.

    Baobaböl – Adansonia Digitata Seed oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Palmitinsäure (bis ca. 30 %), Ölsäure (bis ca. 30 %), Linolsäure (bis ca. 30 %), Stearinsäure (bis ca. 5 %), Sterole, Vitamin A, D und E.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, rissige, barrieregestörte Haut; Haarpflege.

    Baobaböl wird aus den Samen des Baobab gewonnen. Im Vergleich zu anderen natürlichen Ölen hat es ungewöhnlich viel Palmitinsäure und Linolsäure, die eine ausgleichende und stabilisierende Wirkung auf die Haut haben. Baobaböl wirkt feuchtigkeitsbindend, antioxidativ und entzündungshemmend. Es eignet sich ausgezeichnet zur Anwendung auf barrieregestörter Haut, die zu Trockenheit und Rissen neigt. Das Öl stärkt die oberste Hautschicht, ohne dabei die Poren zu verschließen. Durch die Bildung eines leichten Schutzfilms an der Hautoberfläche wird die Feuchtigkeit eingeschlossen, wodurch die Haut wieder sanft und geschmeidig wird.

    Borretschsamenöl – Borago Officinalis (Borage) Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 38%), γ-Linolensäure (bis ca. 20 %), Ölsäure (bis ca. 16  %), Palmitinsäure (bis ca. 10 %), Stearinsäure (bis ca. 4 %), Erucasäure (bis ca. 3 %), Tocopherole, Flavonoide und Gerbstoffe.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife Haut.

    Borretschöl wird durch Kaltpressung aus den Samen der Borretschpflanze gewonnen. Das Öl unterstützt die Haut dabei ausreichend Feuchtigkeit zu bilden und macht sie geschmeidiger. Aufgrund der im Öl enthaltenen enthaltenen Gamma-Linolensäure eignet es sich gut zur Pflege von neurodermitischer und zu Juckreiz neigender Haut. Gamma-Linolensäure ist ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Haut und kann zur Heilung angegriffener Haut beitragen. Außerdem handelt es sich hierbei um ein wesentliches Element der Gewebshormonbildung. Somit wird Borretschöl bei Einnahme auch eine unterstützende Wirkung auf den Hormonhaushalt nachgesagt.

    Tipp: Gemischt mit einem Basisöl im Verhältnis 1:5 lindert Borretschöl Beschwerden wie Juckreiz bei Neurodermitis und regeneriert die Haut.

    Brokkolisamenöl – Brassica Oleracea Italica ( Broccoli ) Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 0-1
    • Zusammensetzung: Erucasäure (bis ca. 50 %), Ölsäure (bis ca. 20 %), Linolsäure (bis ca. 15 %), α-Linolensäure (bis ca. 10 %), Gadoleinsäure (bis 10 %), Palmitinsäure (bis 3 %), Stearinsäure (bis 2 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife Haut; Haarpflege.

    Brokkoli

    Brokkolisamenöl wird, wie der Name schon sagt, durch Auspressung der Samen der Brokkolipflanze gewonnen. Das Öl hat eine goldgelbe Farbe und weißt ein süßlich bis nussiges Aroma auf.  Auf der Haut angewandt zieht Brokkolisamenöl schnell ein und und hinterlässt keinen fettigen Film. Aus diesem Grund ist es ein beliebtes Gesichtsöl. Dank des enthaltenen Vitamin A wirkt das Öl antioxidativ und feuchtigkeitsspendend.

    Auch in der Haarpflege gewinnt Brokkolisamenöl immer mehr an Bedeutung. Durch die enthaltene Erucasäure, die als pflanzlicher Weichmacher gilt, eignet sich das Öl hervorragend für die Haarpflege. Es besitzt ähnliche Effekte wie Produkte mit Silikon. Brokkolisamenöl wurde bereits in mehreren wissenschaftlichen Studien mit chemischen silikonhaltigen Conditionern vergleichend getestet, wobei das Öl genauso effektiv wirkt wie, mit Silikon versetzte, Conditioner. Hinsichtlich Nass-Kämmbarkeit, Glanz, Weichheit und verringerter Aufladung steht Brokkoli handelsüblichen Conditionern in nichts nach. Brokkolisamenöl pflegt und glättet die Haare, ohne sie stränig wirken zu lassen. Das Öl kann im trockenen wie auch nassen Haar angewandt werden. 

    Cupuaçubutter – Theobroma Grandiflorum Seed Butter

    • Pflanzenfett
    • Schmelzpunkt: 27-33 °C
    • Komedogenitätsgrad: 4
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 40 %), Stearinsäure (bis ca. 30 %), Palmitinsäure (bis ca. 10 %), Arachinsäure (bis ca. 10 %), Linolsäure (bis ca. 5%), Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, sensible Haut; Haarpflege.

    P. S. Sena [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

    Cupuaçubutter  wird aus den Samen des ostamazonischen Cupuaçubaums gewonnen. In Nativer Form ist die Butter gelblich-weiß, wohingegen raffinierte Cupuaçubutter weiß und geruchslos ist. Durch ihre hohe Wasseraufnahmefähigkeit wird Cupuaçubutter in der Kosmetik häufig als feuchtigkeitsspendender Co-Emulgator eingesetzt. Nach dem Auftragen schmilzt die Butter durch Körperwärme und zieht schnell ein. Dabei hinterlässt sie jedoch keinen schmierigen Film auf der Haut. Cupuaçubutter zeichnet sich durch ihre feuchtigkeitsbindende Wirkweise aus. Im Vergleich zu Sheabutter wirkt Cupuaçu Butter leichter und liegt weniger sichtbar auf der Haut auf. Die Butter verfügt über einen hohen Phytosterolgehalt, wodurch die Erneuerung der Hautbarrieren unterstützt wird. Außerdem beruhigt Sie die Haut und trägt durch ihre entzündungshemmende Wirkung dazu bei, Hautrötungen zu reduzieren.

    Auch zeichnet sich Cupuaçu Butter in ihrer guten Wirksamkeit bei der Haarpflege aus. Dabei verbessert sie durch ihre koemulgierenden Eigenschaften die Reißfestigkeit des Haares. Des Weiteren lässt sich die Elastizität des Haares durch die Verwendung von Cupuaçu-Haarprodukten enorm verbessern.

    Distelöl – Carthamus Tinctorius (Safflower) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 0-1
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 80 %), Ölsäure (bis ca. 15%) Palmitinsäure (bis ca. 5 %), Stearinsäure (bis ca. 3 %), Tocopherole (überwiegend α-Tocopherol), Phytosterole, Vitamin A und K.
    • Kosmetische Verwendung: Normale, fettende, unreine Haut.

    Distelöl wird aus den Samen der Färber- oder Saflordistel gepresst. Durch den hohen Gehalt an Linolsäure zieht das leichte Öl schnell ein und bildet keinen Film auf der Haut. Es ist daher sehr gut für die Pflege fettiger Haut geeignet. Das Öl weist eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung auf, weshalb es sich für die Anwendung bei Akne oder anderer Hauterkrankungen eignet. In Körperpflegeprodukten wird Distelöl gerne aufgrund seiner zellerneuernden Wirkung, der rückfettenden Eigenschaften sowie seiner Schutzfunktion eingesetzt.

    Erdnussöl – Arachis Hypogaea (Peanut) Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 2
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 70 %), Linolsäure (bis ca. 35 %), Palmitinsäure (bis ca. 14 %), Stearinsäure (bis ca. 6 %), Behensäure (bis ca. 5 %), Arachinsäure (bis ca. 3 %), Lignocerinsäure (bis ca. 3 %).
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, schuppige Haut.

    Das Erdnussöl wird aus dem Samen der Erdnuss gewonnen und hat eine leicht gelbliche Färbung. Raffiniertes Erdnussöl hingegen besteht aus einer weißen, fettig anzufühlenden Masse. Das Öl findet innerlich wie auch äußerlich Anwendung. In der Kosmetik wird es gerne als Massageöl verwendet, da es nur langsam in die Haut einzieht. Erdnussöl bildet einen dünnen Ölfilm auf der Haut, der als Schutz vor schädlichen Einflüssen wirkt. Hierdurch wird die Haut regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt. Der hohe Fettanteil von Erdnussöl bietet einen ausgezeichneten Schutz für die Haut und das Öl findet daher Anwendung in Haut- und Sonnenölen, sowie Badezusätzen.

    Granatapfelsamenöl / Granatapfelkernöl – Punica Granatum (Pomegranate) Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Punicinsäure (bis ca. 85 %), Ölsäure (bis ca. 7 %), Linolsäure (bis ca. 6 %), Palmitinsäure (ca. 4 %), Stearinsäure (ca. 3 %), Phytoöstrogen , Phytosterole, Polyphenole, Flavonoide.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife, beanspruchte Haut.

    Granatapfel

    Das Öl aus den Samen des Granatapfels hat eine hell- bis goldgelbe Farbe und ein nussiges Aroma. Durch den hohen Anteil an Phytoöstrogenen und der antioxidativen Wirkung eignet sich Granatapfelöl hervorragend zur Pflege von beanspruchter, trockener und alternden Haut. Es unterstützt die Neubildung von Zellen und erhöht die Elastizität der Haut. Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung wird Granatapfels auch bei Hautkrankheiten, wie Neurodermitis, Ekzemen und Sonnenbrand eingesetzt. Bei regelmäßiger Anwendung wirkt die Haut entspannter und reiner. 

    Tipp: Für einen hautverjüngenden Effekt, wird Granatapfelöl mit Argan-, Wildrosen- und Himbeersamenöl gemischt.
    Die Kombination von Granatapfelöl mit Nachtkerzen-, Mandel- und Kokosöl hat  eine entzündungshemmende und pflegende Wirkung. 

    Hanföl – Cannabis Sativa (Hemp) Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 0
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 58 %), α-Linolensäure (bis ca. 20 %), Ölsäure (bis ca. 15 %), Palmitinsäure (bis ca. 6 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), γ-Linolensäure (bis ca. 2 %), Tocopherole, Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, schuppige, neurodermitische Haut.

    Hanföl wird durch eine schonende Kaltpressung der Samen gewonnen und hat eine gelb-gründlich bis dunkelgrüne Farbe. Anwendung findet das Öl innerlich sowie äußerlich. Vor allem bei Neurodermitis und Schuppenflechten ist Hanföl wirksam. Verantwortlich hierfür ist die im Hanföl enthaltene Gamma-Linolensäure. Das Öl zieht schnell in die Poren ein und wirkt reinigend, beruhigend und kann Juckreiz bei entzündlicher Haut lindern. Zusätzlich besitzt Hanföl regenerierende Eigenschaften, welche besonders gut gegen Austrocknung und das Aufspringen der Haut helfen und bei der Wiederherstellung von Hautlipiden unterstützen.

    Haselnussöl Corylus avellana (Hazel) Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 78 %), Linolsäure (bis ca. 14 %), Palmitinsäure (bis ca. 6 %), Stearinsäure (bis ca. 3 %), α-Tocopherol, Phytosterole, Vitamin B, D und K.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, spröde Haut.

    Das goldgelbe Haselnussöl wird aus der Haselnuss gewonnen und besitzt ihr typisch nussiges Aroma. Haselnussöl wird gerne als Massageöl verwendet, da es gut in die Haut einzieht, jedoch langsam. Es weist eine straffende und gefäßverengende Wirkung auf. Diese glättende Wirkung ist dem α-Tocopherol zu verdanken, welches gegen freie Radikale wirksam ist. Der Gehalt an α-Tocopherol ist höher in der ungerösteten Variante des Öls, welche für den kosmetischen Einsatz zu bevorzugen ist.

    Himbeersamenöl – Rubus Idaeus Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 0-1
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 55 %), α-Linolensäure (bis ca. 22 %), Ölsäure (bis ca. 15 %), Palmitinsäure (bis ca. 3%), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Tocopherole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene Haut.

    Wie bereits der Name sagt, wird Himbeeröl aus den kleinen Samen der Himbeere gewonnen und hat eine gelbe bis bräunliche Farbe. Himbeersamenöl ist gut verträglich und zieht schnell in die Haut ein, ohne einen Fettglanz zu hinterlassen. Durch den hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren kann der Feuchtigkeitsspeicher der Haut sowie die Elastizität der Haut unterstützt werden. Der hohe Anteil von Vitamin E und A sorgt für eine reiche Nährfunktion und schützt zudem vor schädlichen Umwelteinflüssen und UV-Strahlen.

    Holundersamenöl – Sambucus Nigra (Elderberry) Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 1-2
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 42 %), α-Linolensäure (bis ca. 36 %), Ölsäure (bis ca. 13 %), Palmitinsäure (bis ca. 7 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Fettende, unreine, sensible Haut; Akne.

    Holundersamenöl wird aus den Samen des Schwarzen Holunderstrauchs gewonnen und besitzt eine grünlich-gelbe Farbe. Aufgrund des Hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren, lässt sich Holundersamenöl bei Hautkrankheiten wie Ekzemen, Neurodermitis und Akne anwenden. Das Öl hinterlässt keinen Fettfilm, was es auch für fettige Haut geeignet macht. Die Hautoberfläche wird durch Holundersamenöl geschützt und gestärkt und wird weich und elastisch.

    Johannisbeersamenöl – Ribes Nigrum (Black Currant) Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 0-1
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 45 %), α-Linolensäure (bis ca. 18 %), γ-Linolensäure(bis ca. 16 %),  Ölsäure (bis ca. 15 %), Palmitinsäure (bis ca. 8 %), Stearidonsäure (bis ca. 3 %), Stearinsäure (bis ca. 2 %), Tocopherole, β-Carotin.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, reife, fettende, unreine Haut, Mischhaut.

    Johannisbeere

    Johannisbeersamenöl ist sehr mild und gut verträglich. Dank der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirkt Johannisbeersamenöl zellregenerierend und zellschützend. Des Weiteren verlangsamt das Öl den Hautalterungsprozess und stimuliert den Hautstoffwechsel. Durch den hohen Anteil an Stearidonsäure eignet sich Johannisbeersamenöl auch hervorragend für unreine, zu Akne neigender Haut und entzündliche Hautzustände. Vor allem sensible Haut wird durch die entzündungshemmenden Eigenschaften im Öl effektiv beruhigt. Johannisbeersamenöl kann bei Hautirritationen ebenso wirksam sein wie bei Ekzemen. 

    Tipp:  Aufgrund seiner eher geringen oxidativen Stabilität, entfaltet Johannisbeersamenöl seine Wirkung am besten in Kombination mit anderen hochwertigen Ölen wie Jojoba- oder Marulaöl. Häufig wird es auch als heilende Komponente in Produkten mit Sheabutter verwendet.

    Jojobaöl – Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: 1
    • Zusammensetzung: Gadoleinsäure (bis ca. 70 %), Erucasäure (bis ca. 15 %), Ölsäure (bis ca. 10 %), Nervonsäure (bis ca. 2 %) und Palmitinsäure (bis ca. 1 %).
    • Kosmetische Verwendung: Alle Hauttypen.

    Katja Schulz from Washington, D. C., USA [CC BY 2.0], cut-out, via Wikimedia Commons

    Jojobaöl wird aus den Samen der Früchte des Jojobastrauchs gewonnen und besitzt eine goldgelbe Farbe. Chemisch gesehen ist Jojobaöl kein Öl, sondern ein flüssiges Planzenwachs mit einem Schmelzpunkt von 7 Grad Celsius. 

    In der Kosmetik wird Jojobaöl häufig verwendet, da es die Haut pflegt und von der Haut beinahe rückstandslos aufgenommen wird. Es bleibt somit kein öliger Film auf der Haut zurück. Jojobaöl wird von allen Hauttypen gut vertragen und wirkt feuchtigkeitsspendend wie auch antibakteriell. Die Haut wird zart, geschmeidig und widerstandsfähig zugleich. Wer von unreiner Haut geplagt wird, ist unter Umständen mit der Verwendung von Jojobaöl gut beraten. Durch seine antibakterielle Wirkung verhindert Jojobaöl das Ausbreiten von Keimen, ohne die Haut gleichzeitig auszutrocknen.

    Kakaobutter – Theobroma Cacao (Cocoa) Seed Butter

    • Pflanzenfett
    • Schmelzpunkt: 28-36 °C
    • Komedogenitätsgrad: 4
    • Zusammensetzung: Stearinsäure (bis ca. 37 %), Ölsäure (bis ca. 35 %), Palmitinsäure (bis ca. 30 %), Linolsäure (bis ca. 4 %), Phytosterole, Carotinoide.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, Spröde Haut; Haarpflege.

    Kakaobutter wird aus Kakaobohnen, den Früchten des Kakaobaums, gewonnen. In der Kosmetik wird Kakaobutter gerne eingesetzt, um besonders trockene, beanspruchte oder rissige Haut mit viel Fett zu versorgen. Die in Kakaobutter enthaltenen Komponenten befeuchten und beruhigen gereizte und spröde Haut und machen sie glatt und elastisch. Ihre hautverbessernden Eigenschaften machen Kakaobutter auch effektiv gegen Fältchen oder Schwangerschaftsstreifen. Bei fettiger Haut wird meist von Kakaoubutter abgeraten, da eine Überbelegung die Folge wäre und insbesondere die sensible Gesichtshaut wäre ideales Terrain für verstopfte Poren, bakterielle Entzündungen und gesteigerte Talgproduktion.

    Die vielen gesättigten Fettsäuren der Kakaobutter machen sie außerdem zu einem intensiv pflegenden Wirkstoff für die Haare, der tief in die Haarstruktur vordringen kann.

    Kaktusfeigenöl – Opuntia ficus-indica (Prickly Pear) Seed Oil

    • Wirkstofföl
    • Komedogenitätsgrad: 0
    • Zusammensetzung: Linolsäure (bis ca. 70 %), Ölsäure (bis ca. 20 %), Palmitinsäure  (bis ca. 15 %), Stearinsäure  (bis ca. 3 %), Tocopherole, Phytosterole.
    • Kosmetische Verwendung: Alternde, reife, trockene Haut.

    Kaktusfeigenöl wird aus den Kernen der Kaktusfeige gewonnen und weist eine goldgelbe Farbe auf. Aufgrund der mühsamen Gewinnung des Öls, zählt Kaktusfeigenöl zu den teuersten Ölen. Die Kombination der Inhaltsstoffe des Öls macht es zu einer guten Ergänzung in jeder Hautpflege. Der hohe Gehalt an Linolsäure sorgt dafür, dass Schmerzen gelindert und Hautirritationen beruhigt werden. Die wasserabweisenden Eigenschaften der enthaltenen Prostaglandine unterstützen die Wundheilung und schützen vor Austrocknung. 

    Des Weiteren weist Kaktusfeigenöl eine hohe Konzentration an Tocopherolen auf, welche für die antioxidative Wirkung des Öls verantwortlich sind. Diese wirken dem Alterungsprozess entgegen und können Zellschäden verhindern, die durch oxidativen Stress entstehen. Darunter werden Zellschäden verstanden, die durch freie Radikale verursacht werden. Kaktusfeigenöl unterstützt die natürliche Zellerneuerung und bremst die Entstehung feiner Fältchen. Auch Alters- und Pigmentflecken verblassen bei regelmäßiger Anwendung des Öls.

    Kameliensamenöl – Camellia Oleifera Seed Oil

    • Basisöl
    • Komedogenitätsgrad: n.a.
    • Zusammensetzung: Ölsäure (bis ca. 82 %), Palmitinsäure (bis ca. 8 %), Linolsäure (bis ca. 7 %), Stearinsäure (bis ca. 1 %), Tocopherol, Antioxidantien.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, sensible Haut, irritierte Haut; Haarpflege.

    Kamelienöl wird überwiegend durch Kaltpressung der Samen der Camellia Oleifera gewonnen. Jedoch wird auch aus den anderen zwei Arten, Camellia Sasanqua und Camellia Sinensis, der Gattung der Kamelien Öl gewonnen. Das Öl ist geruchsneutral und hat eine hellgelbe Farbe.

    In seiner reinen Form findet Kamelienöl Anwendung für Haut und Haare und hat eine lange Tradition in der japanischen Schönheitspflege. Das Öl zieht aufgrund des hohen Gehalts an Ölsäure schnell in die Haut ein und ist vor allem für trockene und sensible Haut geeignet. Dem Kamelienöl wird eine feuchtigkeitsspendende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkung zugute geschrieben. Auch bei der Pflege von irritierter Haut wird Kamelienöl eingesetzt. Es wirkt entzündungshemmend und beruhigend auf die Haut. Durch den hohen Anteil an Gamma-Linolensäure stärkt es die hauteigene Schutzbarriere. Ebenso schützt es die Haut vor Feuchtigkeitsverlust, glättet und wirkt reizlindernd.

    Auch für die Haarepflege weißt Kamelienöl positive Eigenschaften auf. Die Eiweise und Ölsäuren dringen in die Oberflächenstruktur der Haare ein und glätten die äußere Schicht. Dadurch wird dem Haar natürlicher Glanz verliehen.

    Kokosöl – Cocos Nucifera (Coconut) Oil

    • Pflanzenfett
    • Schmelzpunkt: ca. 26 °C
    • Komedogenitätsgrad: 3-4
    • Zusammensetzung: Laurinsäure (bis ca. 50  %), Myristinsäure (bis ca. 20 %), Capryl- und Caprinsäure (bis ca. 9/8 %), Palmitinsäure (bis ca. 10  %), Ölsäure (bis ca. 8%), Stearinsäure (bis ca. 3  %), Linolsäure (bis ca. 2 %), Tocopherole.
    • Kosmetische Verwendung: Trockene, Spröde Haut; Haarpflege.

    Kokosöl ist ein weißes bis gelblich-weißes Pflanzenfett, das aus der Frucht der Kokospalme gewonnen wird. Bei Zimmertemperatur befindet sich Kokosöl in einem festen Zustand, wird bei Erwärmen jedoch weicher und schmilzt. 

    Kokosöl weist eine feuchtigkeitsspendende Wirkung auf und hat einen kühlenden Effekt. Das Öl zieht schnell in die Haut ein, jedoch nur oberflächlich. Die Gesichtshaut wird durch das Öl entspannt und erhält einen frischen Teint. Für irritierte Hautstellen oder einen Sonnenbrand, ist die Pflege mit Kokosnussöl eine kühlende, beruhigende Wohltat. 

    Auch für die Pflege der Haare ist Kokosöl sehr gut geeignet. Kokosöl besitzt eine pflegende, regulierende Wirkung auf Haar, Haarwurzeln und Kopfhaut. Es wirkt glättend und spendet dem Haar Feuchtigkeit und Glanz.